Entwicklung kommt von innen

DORF UND DU in Ulfa: Maßnahmenkatalog der Innenentwicklung vorgestellt

Beschreibung

Auf der vierten Bürgerwerkstatt in Ulfa wurde ein Strauß an Maßnahmen zur Stärkung der Ortsinnenentwicklung vorgestellt. Ilfer Bürgerinnen und Bürger diskutierten über die vielfältigen Vorschläge der Experten, die von der Weiterentwicklung des Bürgerhauses, über den Umgang mit alten Hofreiten bis hin zur Aktivierung privater Baulücken reichten.

Bürgermeister Hans-Peter Seum begrüßte die rund 90 Ilfer zur vierten Bürgerwerkstatt, auf der die im Laufe des letzten Jahres für und mit Ulfa erarbeiteten Maßnahmen präsentiert und diskutiert wurden. Ziel ist es, die Ortsinnenentwicklung in Ulfa zu stärken. Dazu gehört auch, sich aktiv mit den Baulücken in Ulfa auseinander zu setzen.  „Wir werden seitens der Verwaltung in Kürze die Ilfer Bürgerinnen und Bürger ansprechen, die noch eine Baulücke haben. Wir möchten mehr über die Interessenlagen der Eigentümer erfahren und ihre Verkaufsbereitschaft abfragen“ – so Herr Seum. Wenn es gelingt, Baulücken, von denen es in Ulfa noch einige gibt, zu aktivieren, kann man Wohnraum in der Ortslage insb. für junge Familien bieten. „Das stärkt die Gemeinschaft, trägt zum Werterhalt unserer Immobilien und auch zum Erhalt unserer Grundschule bei. Wir haben beim Ortsbeirat auch Anfragen von Familien, die nach Ulfa ziehen wollen; die Nachfrage ist da,“ ergänzt Ortsvorsteher Christian Döll.

Die Aktivierung von Baulücken bietet eine gute Möglichkeit, relativ kurzfristig Wohnraum zu schaffen. Andere in Ulfa noch vorhandene Flächenpotenziale lassen sich nur unter Zustimmung und Mitwirkung der Eigentümer gemeinsam entwickeln und stehen, wenn überhaupt, erst mittelfristig zur Verfügung – so Dr. Andrea Soboth, die durch den Abend führte.

Einen Schwerpunkt des Abends bildete die Weiterentwicklung des Bürgerhauses, die bereits auf den vorangegangenen Bürgerwerkstätten diskutiert wurde. Diese beinhaltet den Anbau eines neuen Clubraumes und damit auch die Verbesserung der Situation für eine Gaststätte. Das Bürgerhaus wird bereits heute rege genutzt und soll auch zukünftig DER zentrale Treffpunkt im Ort bleiben. Auch das Außengelände wurde in den Vorschlag mit einbezogen und erfährt im Test-Entwurf, den Architekt Rainer Tropp präsentierte, eine deutliche Aufwertung. Ziel ist es, mehr Freizeitangebote für alle Generationen zu schaffen.

Jugendliche brachten auf der vierten Bürgerwerkstatt den Wunsch ein, dass ihre Belange am Bürgerhaus auch wieder berücksichtigt werden sollten. Diese Anregung wurde aufgenommen und soll im Maßnahmenkatalog für Ulfa berücksichtigt werden.

In der Diskussion und Arbeitsphase zum Thema Bürgerhaus wurde deutlich, dass die Ilfer viele Schritte gehen müssen, bis ihre Vision von einem „Wunschbürgerhaus“ Realität werden könnte. „Ohne Ihr Engagement wird es nicht gehen. Sie müssen zeigen, dass Sie einen solchen Weg wirklich gehen wollen und sich als Ilfer für diesen engagieren. Dann hat ein solcher Weg auch eine Chance auf Erfolg“ – so Kerstin Alt von der Stadtverwaltung Nidda.

Katja Sang vom Ortsbeirat Ulfa lud am Ende der Bürgerwerkstatt die Teilnehmenden zum 1. Info-Nachmittag „Ortsinnenentwicklung“ am 28. Oktober 2017 um 15:30 Uhr ein. Als Referentin kommt Julia Woisetschläger. Die Innenarchitektin wird anhand von Beispielen aufzeigen, welche kreativen Möglichkeiten es gibt, Hofreiten und Scheunen zu beleben bzw. zu Wohnzwecken umzunutzen. Modernes Wohnen in alten Gemäuern ist das Motto. Eigentümer von Hofreiten sind herzlich eingeladen, sich an diesem Nachmittag spezielle Tipps für ihre Hofreite zu holen. Eine Voranmeldung beim Ortsbeirat ist in diesem Fall erwünscht.
Zudem wurde darauf hingewiesen, dass die Professur für Raumplanung und Stadtgeographie der Justus-Liebig-Universität Gießen für die erste Septemberhälfte eine Haushaltebefragung im Ortskern von Ulfa durchführt. Studenten werden die Eigentümer bzw. Bewohner zu ihren Interessenlagen bezogen auf die Aufwertung des Quartiers befragen.

Christian Döll beschloss den Abend, bedankte sich für das rege Interesse und bekräftigte, dass der Ortsbeirat die Umsetzung der vielen entwickelten Ideen im Fokus behält und vorantreiben werde.

Details

  • Datum September 3, 2017
  • Tags Presse
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